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Tod & Trauer 

Friedhofskreuz Friedhofskreuz

Tod / Trauer / persönliche Krisen

Letzter Weg, Sterben, Tod/Trauer und persönliche Krisen

Das Leben auf dieser Erde ist in all seinen Facetten schön und ein Geschenk.

Dabei verschließen wir die Augen nicht davor, dass das Leben jedes  Menschen neben den Höhen auch Tiefen hat, an denen der Mensch jedoch  auch wiederum wachsen kann.

Das Leben auf dieser Erde ist zeitlich begrenzt.

Als Christen leben wir mit der Hoffnung und Zuversicht

auf ein weiteres Leben, das Ewige Leben bei Gott.

Der Weg des Sterbens…

Besonders im Alter oder aber bedingt durch eine Krankheit, erkennen  wir, dass der letzte Weg eines Menschen begonnen hat. Wie lang dieser  Weg sein wird, ist meistens nicht voraus zu sehen.

Begleitung

Es ist gut, wenn dieser letzte Weg begleitet ist.

Jeder Mensch kann sich im Vorfeld dazu äußern, wie und durch wen er  sich eine Begleitung vorstellt. Hat der Sterbende sich im Leben dazu  nicht geäußert, sind es meistens die nächsten Angehörigen, die den Weg  mit dem Betroffenen gehen.

Jederzeit können Sie sich Hilfe bei einem der Seelsorger/innen holen.  Wenn möglich, kann gemeinsam mit dem sterbenden Menschen dann über den  bevorstehenden Weg gesprochen werden, was zu tun ist und wie sich der  Abschied aus diesem Leben gestalten kann oder soll.

Stärkung

auf dem Weg ist die Krankensalbung. Hier wenden Sie sich bitte direkt  an einen unserer Priester oder an das Pastoralbüro in Biesfeld.

Wenn möglich und erkennbar, ist es für den Sterbenden eine Hilfe, wenn er in seinem Sterben nicht alleine ist.

Gebet

Stilles oder gemeinschaftliches Gebet verbinden Himmel und Erde. Hier  helfen die Grundgebete einzeln oder verbunden im Rosenkranzgebet.

Äußere Zeichen

Helfende äußere Zeichen für Sterbende und Angehörige können sein:

eine Kerze, ein Kreuz, ein Bild der Familie, Blumen, Musik, Gerüche und die Berührung, wie das Halten der Hand.

Wenn der Tod eingetreten ist...

... wird es ruhig, weil der Tod still ist. Das ist auch das Zeichen  für die Angehörigen, dass sie Ruhe bewahren dürfen und ihren Schmerz,  ihre Trauer oder aber vielleicht auch ihr Durchatmen leben dürfen.

Was ist dann zu tun?

Es hilft, bei dem Verstorbenen Menschen zu beten, in Gemeinschaft  oder alleine, laut oder leise. Wenn sie nicht schon versammelt ist,  holen sie die Familie zusammen. Vielleicht auch nahe Angehörige oder  Freunde. Rufen Sie einen Seelsorger hinzu. Wenn im Sterben eine  Begleitung durch einen Seelsorger stattgefunden hat, bitten Sie den  entsprechenden zu kommen.

Nach einer angemessenen Zeit rufen sie den Arzt, dass auch er den Tod  feststellt und den Totenschein ausstellt. Wenn Sie möchten und können,  sollte der Verstorbene von den nächsten Angehörigen gewaschen und  gekleidet werden.

Einen Bestatter können Sie frei wählen, er ist Ihnen bei den vielen Angelegenheiten der Bestattung behilflich.

Wichtig ist,

im Regelfall können die Angehörigen entscheiden, wie lange der  Verstorbene Mensch zu Hause bleibt und wann er vom Bestatter aus dem  Haus geholt wird.

Angehörige, Freunde und Nachbarn sollten ausreichend Zeit zum Abschied nehmen haben.

Sterben im Krankenhaus, einem Hospiz oder einer anderen Einrichtung:

Das Pflegepersonal ist bemüht, auf die Wünsche und Bedürfnisse des  Sterbenden und der Angehörigen einzugehen. In den meisten Einrichtungen  sind Seelsorger erreichbar.

Andere Situationen:

Nicht immer sterben Menschen friedvoll. Nicht immer ist es für die Angehörigen harmonisch.

Leider werden auch immer wieder Menschen, oft auch junge Menschen  durch Verkehrsunfälle oder andere Unglücke aus dem Leben gerissen. In  der Regel steht die Notfallseelsorge den Angehörigen bei. Im Anschluss  daran wird die örtliche Seelsorge verständigt, die dann weiterhin für  Sie da ist.

Verabschiedung und Bestattung

In den Tagen nach dem Tod können sich Familie, Angehörige und Freunde immer wieder treffen. Zum einen um die Bestattung vorzubereiten, Anzeigen aufzugeben oder Karten zu verschicken;

zum anderen tut es gut in häuslicher Gemeinschaft oder in einem Verabschiedungsraum oder der Kirche am Abend vor der Beerdigung im Totengebet verbunden zu sein.

Um eine würdige Bestattung vorzubereiten sind die Seelsorger für sie da. Wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nichts festgelegt hat, kann gemeinsam überlegt werden, welche Verabschiedungs-Form dem Verstorbenen entsprechen würde.

Beispiele:

die Feier der Heiligen Messe mit Aufbahrung in der Kirche und anschließender Weg zum Friedhof mit dortiger Beisetzung.
ein Wortgottesdienst in der Friedhofskapelle mit anschließender Beisetzung.
ein Verabschiedungsgottesdienst in Kirche oder Friedhofskapelle mit dem Sarg. Anschließend wird der Sarg zur Einäscherung gebracht und zu einem späteren Zeitpunkt folgt die Urnenbeisetzung. Priester oder Diakon sind zu beiden Feiern für sie da.
Alle diese Formen sind kirchliche Begräbnisse, egal ob mit einem Priester oder einem Diakon gefeiert.

Der Weg des Trauerns und Gedenkens

Nach der Beerdigung

wird es leer im Haus, in der Wohnung. Der Mensch fehlt. Dann beginnt die eigentliche Zeit des Trauerns, Vermissens und Verarbeitens.

Hilfreich kann sein:

Das Grab als Ort des Trauerns, eine Stelle wo ich hingehen kann, um Blumen und Kerzen aufzustellen.
sich die Sachen des Verstorbenen in Ruhe anzusehen und auszusortieren.
für eine gewisse Zeit eine Gedenkecke einzurichten, mit Bildern, einer Kerze, Gegenstände, die an den Toten erinnern, Blumen, ein Kreuz …
Beten in der Gemeinschaft, im Gottesdienst in die Kirche.
Wochenmessen zu feiern, sowie das Sechswochenamt und die Jahrgedächtnisse. 

Gesprächsbereit

Es tut gut, mit anderen Menschen zu sprechen.

Wenn wir spüren, da will ein Trauernder mit mir sprechen, sollte ich mich nicht verschließen.

Zeit …. Die Zeit des Lebens, Zeit für das Kommende

Jeder Mensch hat seine Zeit des Lebens, sie ist Geschenk Gottes.

Ob ein langes Leben oder ein kurzes Leben,

ob friedvolles Sterben, ob Unfalltod,

ob langer Leidensweg oder ob mitten aus dem Leben gerissen.

Wir leben hier in Gottes Händen und gehen im Tod in die geöffneten Hände Gottes.

Diakon Ferdinand Löhr